Mehrere wichtige Partnerinnen und Partner im Gesundheitswesen – darunter die aram - association romande des assistantes médicales, mfe - Hausärzte Schweiz, der VSH Health, der SVA - Schweizerischer Verband Medizinischer Praxisfachpersonen sowie die FMH - Berufsverband der Schweizer Ärztinnen und Ärzte – haben gemeinsam eine neue Weiterbildungsstufe für Medizinische Praxisassistentinnen geschaffen: die Berufsprüfung mit eidgenössischem Fachausweis. Die erste Prüfung fand im Dezember 2015 statt.
Bedürfnis
Mit dem Erwerb des Fachausweises erhält die MPA erstmals die Gelegenheit, auch formell mit einem eidgenössisch anerkannten Abschluss aus der bildungssystematisch vorgegebenen und traditionellen subalternen Position aufzusteigen und sich dabei gleichzeitig neue Möglichkeiten der beruflichen Mobilität zu erschliessen. Eine Erweiterung der Kompetenzen der Praxiskoordinatorin im klinischen Fach zielt auf die selbständige Beratung von Langzeitpatienten in Bereichen, wo die ärztlichen Qualifikationen nicht zwingend gefordert sind. Damit wird der Einsatz der Praxiskoordinatorin klinischer Richtung bei Hausärztinnen und Hausärzten interessant. Die Verhandlungen mit Behörden und Versicherern mit dem Ziel, für MPK Beratungsleistungen abrechnen zu können, laufen.
Die Trägerschaft stellt in der zunehmenden Zahl von Gruppen-, Grosspraxen und Ärztenetzwerken ein steigendes Bedürfnis nach Leaderpersonen im Praxisteam fest. Gesucht sind Personen mit Führungs- und Managementqualitäten, die es den Praxisinhabern erlauben, sich von administrativen und organisatorischen Aufgaben zu entlasten, damit sie sich primär ihrer eigentlichen Berufsfunktion als Ärztin oder Arzt zuwenden können.
